Archiv der Kategorie ‘Wirtschaft’
Amazon bringt mit dem Kindle einen e-book-reader heraus
Das Lesegerät, das heute morgen auf einer Pressekonferenz vorgestellt wurde ist sogar mi einem Anschreiben von Jeff Bezos an alle Nutzer auf der Startseite gelanded. Die Produktseite mit allen Details gibts hier. Sogar ein Erklärungsvideo gibts dazu.
myfootballclub.co.uk kauft Ebbsfleet United
Die Community myfootballclub.co.uk hatte ich schon länger verfolgt. Dass man aber wirklich einen Fußballverein kaufen würde, hatte ich bisher nicht ganz glauben können. Seit gestern gehören 51% Prozent des englischen Fünftligisten Ebbsfleet United FC der Online Community. Ich hatte damals dafür gestimmt Cambridge United zu kaufen, hatte mich aber nicht dazu hinreissen lassen wirklich 35 Pfund zu investieren.
Da hat der Journalist Will Brooks, dessen Idee das ganze war, also wirklich ernst gemacht. Es bleibt ein spannendes Projekt und wir freuen uns schon auf die Diskussionen der Community darüber, wer denn jetzt spielen soll am Samstag und den armen Trainer, der in noch größere Interessenskonflikte kommt als bisher.
Deutsche Ableger amerikanischer Websites
YouTube ist in Deutschland angekommen. Das von Google übernommene Video-Portal ist nur einer der Fälle in denen erfolgreiche Seiten aus den USA in Märkte expandieren, in denen sich inzwischen lokale Konkurrenten etabliert haben. Die Frage, ob das kopieren erfolgreicher amerikanischer Seiten in lokalen Märkten moralisch verantwortbar ist (copycat-Diskussion #62) beantworte ich ganz klar mit einem ja – der Kunde entscheidet was eine Kopie ist. “Der Markt” sieht das ähnlich auch wenn Myvideo im Video-Bereich weniger erfolgreich sind als studiVZ, verwandt oder damals Alando. 
Nach dem Start im ebenfalls hart umkämpften französischen Markt wird es interessant sein zu beobachten, ob und wie Youtube in Deutschland Nutzer seine Marktposition weiter verbessern kann. Laut Alexa jedenfalls ist YouTube in Deutschland sowieso unter den 5 meistbesuchten Seiten. Die Reichweite der deutschen Version/URL von Youtube (Grafik von Alexa) ist noch gering, aber erste Einbrüche bei myvideo sind auch deutlich zu erkennen, ob myvideo’s Schwenk nach unten nachhaltig oder gar eine Folge von youtube.de ist wird sich zeigen
Auch der deutsche Markteintritt von facebook und die Auswirkungen auf die “-VZ” Familie (Alexa-Deutschland Rang: Studi 6, Schüler 10) werden interessant. facebooks Position im deutschen Markt (A-DE Rang 31) ist jedenfalls wesentlich schlechter.
Amerikanische Fernsehsender starten Zweitverwertung im Internet
Gestern ist mit Hulu.com eine erste ernsthafte Initative amerikanischer Fernsehsender (NBC und Fox) für die Zweitverwertung ihrer Serien im Internet als “private beta” gestartet.
Momentan nur für geladene Besucher einsehbar sollen dort bald eine ganze Reihe erfolgreicher Fernsehserien – wie 24, Prison Break, Family Guy oder die Simpsons –kostenfrei verfügbar sein.Das Projekt ist eine Antwort auf weit verbreitete Kritik an Produzenten bzw. Rechteinhabern von Fernsehsendungen, Filmen aber auch Musik, keine Antwort auf die Entwicklung des Internets und insbesondere Peer-to-Peer Technologien (wie Napster, eDonkey) und Video Sharing Seiten (wie Youtube, Sevenload) zu haben.
Insbesondere die Schließung von tv-links, einer Seite mit Links zu Fernsehserien im Netz, hatte kürzlich für Aufsehen gesorgt.Und Umsatzprobleme von Musik- und Filmverlagen können aber sicherlich nur teilweise mit P2P oder Youtube erklärt werden, ernstzunehmende, vernünftig bepreiste und vollständig legale Angebote sind bisher Mangelware.
Enterprise Tuesday an der Judge Business School in Cambridge
Gestern fand mal wieder der “Enterprise Tuesday” am Centre for Entrepreneurial Learning der Universität Cambridge statt. Sprecher war Eric Baker, CEO und Gründer von viagogo, einem u.a. von Index Ventures finanziertem Internet-Startup, das sich auf den “Zweitverkauf” von Konzertkarten, Fußballspielkarten usw. konzentriert.Ein hochinteressanter Vortrag und der Hörsaal gequetscht voll mit ebenso spannenden Zuhörern.
Microsoft kauft sich bei Facebook ein
Die Pressekonferenz, die eben in Palo Alto, CA, zu Ende gegangen ist, wurde bestätigt was viel gemunkelt wurde: Microsoft kauft sich für 240 Millionen Dollar einen nur 1,6 % großen Anteil an der boomenden Socialnetworking Plattform facebook. facebook wurde in dem Deal mit 15 Milliarden US Dollar bewertet. Aktuellste Zahlen sprechen von fast 50 Millionen aktiven Nutzern bei facebook und 200.000 neuen Nutzern täglich! Dabei sind inzwischen offenbar 60% der Nutzer aus dem Ausland. London beispielsweise soll die Stadt mit den meisten facebook-Nutzern sein.
Familiennetzwerk Kindo startet
Seit gestern ist es nun soweit: Unser Familiennetzwerk Kindo ist live und für jedermann zugänglich!
Nach mehreren Monaten harter Arbeit geht die Kommunikationsplattform für Familien mit erweiterten Funktionen an den Start.
Bei Kindo könnt ihr:
- Eure Verwandten über ein einfaches Baumsystem eintragen und alle Profile ausschmücken.
- Die Verwandten einladen mitzumachen und selbst am Baum weiterzubauen.
- Den Überblick über alle Geburtstage und Hochzeitstage der Verwandtschaft behalten.
- Nachrichten auf Pinnwänden eurer Verwandten hinterlassen.
- Einen aktuellen Status eintragen und so eure Verwandten wissen lassen wies euch grad geht und was ihr so macht.
- Über die Statusnachrichten der anderen Verwandten verfolgen, was die so machen!
- Oder euer Netzwerk einfach als interaktives Adressbuch verwenden.
Schaut mal rein und sag uns wie ihrs findet! Am besten gleich alle Onkels, Tanten und Cousinen mit einladen, nur so wird ja ein richtiges Netzwerke draus ;-) Sehr ans herz legen kann ich euch außerdem natürlich den Kindo Blog, den ich regelmäßig mit allem fülle was für Familien und Kindo-Mitglieder interessant sein könnte. Übrigens hat Kindo einen Blick für nachhaltiges Wirtschaften, unsere Umwelt und die Menschen. Auch wenn wir keine Non-Profit-Organisation sind, sondern irgendwann Geld verdienen wollen, stehen bei uns Menschen im Mittelpunkt. Wir sind ein junges und engagiertes Team und wollen eine Firma schaffen, für die es Spaß macht zu arbeiten, deren Produkte nützlich und unterhaltsam sind und die dabei versucht nachhaltig zu wirtschaften.
Alles Apple oder was?
Also bei uns an der UdK Berlin gabs ja auch viele Macs aber sowas hab ich noch nie gesehen. Wer hier an der Journalistenschule in Missouri an OS X arbeitet kann sich jedenfalls sicher sein, dass er das nicht aus Individualismus oder Profilierungsbedürfnis tut. Denn “anders” sind hier nur die 0,5% Windows-Benutzer unter den Studenten!
Die Computeranforderungen dieser Einrichtung lesen sich jedenfalls wie eine Mischung aus Apple-Verkaufsbroschüre und Bürgerinformationen der Birmanesischen Militärdiktatur.
Tags: Apple, Marktanteil, Windows, Birma
Umweltpolitik à la BDI
Eine interessante Studie hat der BDI heute mittag vorgestellt, die “in Zusammenarbeit mit McKinsey” erarbeitet worden ist und in der volkswirtschaftlich effiziente Möglichkeiten der Reduzierung von Treibhausgasen analysiert werden. Es geht um die “Balance von ökologischen und ökonomischen Kriterien” wie es in der Einleitung zur Studie zu Recht heisst. Klar ist auch, dass diese Balance für die Energieriesen anders aussieht als beispielsweise für den BUND. Und:
Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass die deutsche Wirtschaft mit ihrem technologischen Potenzial der Problemlöser ist.
McKinsey-Studie
Auch das klingt gut und stimmt (zuversichtlich). Die sogenannten “Vermeidungshebel” von CO2 wurden von Wirtschaftsexperten bewertet (ob eher EON oder Lichtblick lässt sich leider nicht genau herausfinden). Natürlich gibt es davon höchst unterschiedliche und manche sind kostenintensiver als andere. Dass Kernkraft offensichtlich von den Experten als kostengünstiger eingeschätzt wurde lässt sich auch nachvollziehen, zivile Nukleartechnologien sind in den letzten 50 Jahre in Deutschland auch massiv staatlich gefördert und entwickelt worden, währen Umwelttechnologien relativ am Anfang stehen. Welches “technologische Potential” wie bewertet wird ist natürlich subjektiv.
Überhaupt sollte man sich – ganz nach dem Motto “Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast” – den Kontext der Studie näher anschauen. Für den BDI ist die Studie offensichtlich relativ grün, und wurde intern offenbar für zuviel ökologisches Gewicht kritisiert. Der BDI hat sie (vermutlich für Geld) in Auftrag gegeben was ein (im besten Fall unterbewusstes) Steuerungspotential der Resultate vermuten lässt. Aber auch bei den wisschenschaftlichen Beiräten ist Vorsicht angesagt. So sitzt Carl Christian von Weizsäcker im Beirat von des Atomenergiekonzerns RWE und ich persönlich würde in diesem Fall eher seinem Bruder Ernst-Ulrich vertrauen, der als Ex-Vorstand des Bundestagsausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit höchstwahrscheinlich andere Ergebnisse und Interpretationen präsentiert hätte.
Und Wolfgang Ströbele und Martin Hellwig sind im volkswirtschaftlichen Bereich sicherlich höchst akzeptierte Wissenschaftler. Aber welche Subventionen oder wirtschaftlichen Auswirkungen von Nuklear- oder Umwelttechnologien in welchem Maße mit in volkswirtschaftliche Studien einbezogen werden könnte man fast schon wieder als politische Entscheidung bezeichnen und keiner der beiden zeichnet sich durch ein besonders grünes politisches Profil aus.
Es bleibt also abzuwarten was Studien mit anderem politischem Kontext ergeben. Nicht zuletzt ist die Art (und damit auch die Kostspieligkeit) der Treibhausgasreduzierung eine politische Entscheidung, welche die Bundesregierung zu treffen hat. Ich hoffe, dass dabei auch Gefahrenpotentiale, Gesundheitsrisiken und ungelöste Probleme der Nuklear-Technologie wie die Endlagerung eine Rolle spielen und künftige globale Exportpotentiale von Umwelttechnologien, nicht nur die Kostenstrukturen der großen Energiekonzerne.
Tags: BDI, Umwelt, CO2, Treibhausgase, Emissionsreduzierung
3D-Drucker günstig abzugeben
Vielleicht gehts ja jetzt wirklich langsam los mit günstigen 3D-Druckern. Seit Jahren wird darüber geschrieben, teilweise sehr unterhaltsam wie Astrid Funck damals in der brandeins, eine Revolution der Industriegesellschaft, eine Demokratisierung der Produktion, Produkte zum Selberdrucken, am Anfang aus Plastik, später auch Metall, Holz, whatever, bis jeder nicht nur seine eigenen Teller ausdrucken kann sondern irgendwann jeder auch sein eigenes Fahrrad, Auto und vielleicht sogar neue 3D-Drucker druckt.
Immerhin die Basisversion scheint langsam erschwinglich zu werden – für umgerechnet unter 4000 Euro bietet eine amerikanische Firma ein Einstiegsgerät an – und der Bedarf ist offensichtlich da.
Auf die Ankündigung hin, einen 3D-Printer im Preisbereich unter 10.000 Dollar anbieten zu wollen, konnte sich Desktop Factory nach eigenen Angaben kaum noch vor Anfragen retten.
3D-Drucker: Der Replikator für jedermann - Netzwelt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
Unterschiedliche Technologien (z.B. additiv oder subtraktiv) sind verfügbar mit denen dreidimensionale Produkte angefertigt werden können. Je nach Einsatz oder Laune des Schreibers werden sie digtial fabricator, entsprechend: fabbing, Rapid Prototyping oder eben 3D-Drucker genannt. Bleibt interessant zu verfolgen wie es da weitergeht.
Tags: 3D-Drucker, Fabbing, Rapid Prototyping,




