Archiv der Kategorie ‘Social Networking’
Diese Woche auf Twitter… (2009-07-12)
- Understanding Dieter: Großartig-unterhaltsame Analyse des Interviews mit Viva-Gründer überdie Musikindustrie von Stefan http://bit.ly/17t4X6 #
- RT @mashable What Click-Through Rate Can You Expect From Twitter? http://tinyurl.com/n6j7vb #
- At the guardian mediatalk with the travellinggeeks #
- Just back from @MatthewWells #mediatalklive with @emilybell @Ruskin147 @JDLasica @sarahcuda @scobleizer – not many did rethink micropayments #
- Interesting event, but WTF do they do a new media event in a place with NO 3G network (o2 at least) and NO open wifi… #mediatalklive #
- 5 emails "produki vermisst Dich" dabei is das eigentlich gar nich so schlecht… ich bin übrigens hier: http://www.produki.de/user/alphabeat #
- @RehaugeW Wohl war. MJ's Kinder sind arm dran. in reply to RehaugeW #
- @natts Yeah, u r right. O2 is pretty crap on 3G. Still I am sure #mediatalklive would have trended twitter from 6 to 8 with wifi and 3G in reply to natts #
- delicious: Tech execs: how to reach “normal” users with PR and with TechCrunch/GigaOm et al: Sind schl.. http://bit.ly/19i47B #
- @produki Kein Problem, schon verziehen. in reply to produki #
- @marcelweiss das war aber eine pessimistische Ansicht der deutschen Web-Szene auf RWW… isses so schlimm? #
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Es ist vollbracht: Kindo schliesst sich MyHeritage an
Auch wenn die Veröffentlichung am Schluss schneller ging als eigentlich geplant, wir haben es gut geregelt bekommen: Die Nachricht über Kindo und MyHeritage ist offiziell!

Wir haben alle viel gearbeitet in den letzten Wochen und Monaten um zuerst die Transaktion zu regeln und jetzt den ersten Schritt Richtung Migration zu machen. Es ist ein spannendes neues Kapitel. Hoffentlich könnt ihr Euch mit uns über die vielen neuen Möglichkeiten freuen, die das künftige Zusammenspiel mit MyHeritage bietet – für “uns als Nutzer” genauso wie für “uns als Mitarbeiter”.
Nach gut über einem Jahr mit Kindo als einem Weiterlesen »
Monetarisierung im Web2.0 – QQ.com mit viermal so hohem Umsatz wie Facebook
Für die CeBIT hatte ich ja einen kleinen Vortrag zu diesem Thema vorbereitet, vielleicht werd ich in den nächsten Wochen da das ein oder andere daraus hier reinstellen. Interessanter Case ist das chinesische Social Network QQ.com, das in 2007 offenbar mehr als viermal so viel Umsatz wie facebook gemacht hat. Das erstaunliche daran ist, dass die Seite nur den kleinsten Teil – etwa 13% – des Umsatzes durch Werbung gemacht hat. Der größte Teil sind “virtual goods”, also ganz ähnlich wie das Koreanische Netzwerk Cyworld, das sehr erfolgreich Bilder, virtuelle Möbel und sonstigen digitalen krimskrams für die virtuellen Zimmer seiner Nutzer verkauft.Die Frage ist: Kann man auch Europäern und Amerikanern sowas verkaufen? Oder is das ein Spleen, der bevorzugt in asiatischen Kulturen anzutreffen ist
Sehr gespannt ob facebook, myspace und die anderen sich in diese Richtung etwas einfallen lassen…
Klassisch falsche Herangehensweise
Mehrere Studien sind in der letzten Zeit zu dem Ergebnis gekommen, dass klassische Werbeagenturen zwar viel über web2.0 reden können, aber sich noch nicht so richtig gut mit social media auskennen.
Cymfony, eine Agentur von TNS, hat eine Studie veröffentlicht die in die gleiche Richtung weist wie Forrester oder die Diskussionen in Fachmedien (z.B.: Adweek) oder sehr schön auch ein Vortrag zum Ende der werblichen Sprachlosigkeit von Brandmeyer (pdf).
via kakoii
Social Networking in drei bis fünf Jahren
Sehr interessanter Podcast der Universität Stanford gibts hier kostenlos im iTunes Store. Thema ist etwas einfallslos “Social Networks 3.0″, aber es geht um die langfristige Entwicklung von SocNets und es sind höchst interessante Gäste dabei, unter anderem Travis Katz, SVP Myspace international, Dustin Moskovitz, Mitgründer und VP Engineering Facebook, Gina Bianchini, Mitgründer und CEO von Ning, moderiert von Charlene Li (Forrester Research).
Wieviel ist dran an der “Facebook Fatigue”?
Artikel über fallende Nutzerzahlen bei Facebook haben in den letzten Tagen insbesondere hier in England die Runde gemacht. Die neuesten Zahlen von Nielsen Online für Januar zeigen zumindest für Großbritannien und verglichen mit Dezember fallende “unique visits”. Einige Dinge kommen mir da allerdings etwas zu kurz:
- Es handelt sich nicht – wie manche geschlossen haben – um einen Rückgang an angemeldeten Nutzern, sondern lediglich um einen Rückgang an “unique visits”, also Leuten aus dem Nielsen Panel, die sich bei Facebook angemeldet haben.
- Nach den Daten von compete.com (auch auf einem Panel basierend allerdings mit Fokus auf den amerikanischen Markt) ist der Rückgang im Januar ähnlich stark wie im Vergleichszeitraum letztes Jahr.
- Nielsen arbeitet möglicherweise mit mehr Geld an einem Tracking System, ob deren Zahlen allerdings viel akkurater sind als die von Alexa oder Compete ist eine andere Frage.
- Und schließlich sind selbst die Nutzerzahlen (unique visits) nach Nielsen im letztem Jahr um über 700 Prozent gestiegen.
Wie die genauen Zahlen sind weiss wohl nur Facebook selbst. Aber dass sich das Wachstum von Facebook in den etablierteren Märkten momentan leicht abschwächt ist nicht zu übersehen. Auch wenn man solche Indizien genau verfolgen sollte ist das sicherlich nicht das Ende von Social Networks
Facebook von Nutzern auf deutsch, französisch und spanisch übersetzt
Bei der “Facebook Developer Garage“ in London gestern Abend hat Javier Olivan die “Translation Application“ vorgestellt. Der “Head of Internationalisation” des StudiVZ-Vorbildes hat einen Einblick in die durchaus beeindruckenden Funktionen der Anwendung vorgestellt. Die zwei Grundfunktionen sind die Übersetzung von Textblöcken (”Strings”) und die Bewertung unterschiedlicher Versionen der Übersetzung. Durch erstes wird die Vielfalt an möglichen lokalen Ausdrücken geschaffen, die im zweiten Schritt durch Nutzerwünsche bewertet und priorisiert werden. Die “in-line-editing” Funktion ermöglicht während dem Surfen auf der lokalisierten Seite beliebige Strings mit einem Klick zu editieren.
Bisher sind nur wenige Nutzer aus den entsprechenden Ländern eingeladen, die Anwendung zu installieren, zu testen und zu verbessern. Ob schlussendlich doch noch professionelle Übersetzer die Qualität der rund 10 000 Strings überprüfen werden konnte Javier – der auf dem Rückweg von München nach Kalifornien war – noch nicht sagen. Auch über einen Termin der Veröffentlichung hat er sich in Schweigen gehüllt. Und komplexere Sprachen, wie Arabisch, Chinesisch, Russisch werden sowieso “erst später in Angriff genommen”.
Update: Eben habe ich auch eine Einladung zu Facebook Translations bekommen. Vermutlich wird der Nutzerkreis jetzt erweitert…
Die Macht der Statistik von “Social Ads” bei Facebook
Die Facebook Werbeplattform wurde ja schon Anfang November gestartet, wurde viel diskutiert und kritisiert. Privatsphäre und Datenschutz stehen kommerziellen Interessen des neuen Internetschwergewichts gegenüber.
Interessant ist die Plattform allemal, auch schon aus rein statistischen Gründen. Bewusst oder unbewusst erlaubt Facebook Einblick in quasi alle Nutzer-Statistiken auf einem aggregierten Level natürlich. Schaut mal rein unter klickt auf “Create a Facebook ad” und tragt eine Webseite ein. Standardmäßig werdet ihr jetzt die Zahl der über 18-jährigen amerikanischen Facebook-Nutzer sehen (oder zumindest derer, die ihr Geburtsdatum eingetragen haben). In Deutschland hat Facebook momentan offenbar 425 580 über 18 jährige Nutzer und 61,660 in Korea.

Aber das ist erst der Anfang. Ihr könnt euch vorzählen lassen wie viele Engländerinnen mit College-Abschluss und liberalen politischen Ansichten in London wohnen und Single sind: das wären dann momentan 1 860! Eigentlich ist das gedacht um die Zielgruppe für eine Kampagne festzulegen, die man dann auf den Werbeflächen oder in den Newsfeeds der entsprechenden Nutzer unterbringen kann – zahlbar pro Betrachtung (CPM) oder pro Klick (CPC).Oder politische Meinungsbilder… Von den 7,1 Millionen amerikanischen Nutzern die eine politische Meinung angegeben haben, sind 2,8 liberal und 2,2 konservativ.
Unabhängig von der Diskussion um die Privatsphäre (auch wenn in diesem Fall keine Details über Individuen herausgegeben werden) ist es meiner Meinung nach ein großartiges Tool um Einblick in die Nutzerstruktur einer der erfolgreichsten Webseiten unserer Tage zu erhalten!
Deutsche Ableger amerikanischer Websites
YouTube ist in Deutschland angekommen. Das von Google übernommene Video-Portal ist nur einer der Fälle in denen erfolgreiche Seiten aus den USA in Märkte expandieren, in denen sich inzwischen lokale Konkurrenten etabliert haben. Die Frage, ob das kopieren erfolgreicher amerikanischer Seiten in lokalen Märkten moralisch verantwortbar ist (copycat-Diskussion #62) beantworte ich ganz klar mit einem ja – der Kunde entscheidet was eine Kopie ist. “Der Markt” sieht das ähnlich auch wenn Myvideo im Video-Bereich weniger erfolgreich sind als studiVZ, verwandt oder damals Alando. 
Nach dem Start im ebenfalls hart umkämpften französischen Markt wird es interessant sein zu beobachten, ob und wie Youtube in Deutschland Nutzer seine Marktposition weiter verbessern kann. Laut Alexa jedenfalls ist YouTube in Deutschland sowieso unter den 5 meistbesuchten Seiten. Die Reichweite der deutschen Version/URL von Youtube (Grafik von Alexa) ist noch gering, aber erste Einbrüche bei myvideo sind auch deutlich zu erkennen, ob myvideo’s Schwenk nach unten nachhaltig oder gar eine Folge von youtube.de ist wird sich zeigen
Auch der deutsche Markteintritt von facebook und die Auswirkungen auf die “-VZ” Familie (Alexa-Deutschland Rang: Studi 6, Schüler 10) werden interessant. facebooks Position im deutschen Markt (A-DE Rang 31) ist jedenfalls wesentlich schlechter.
Das einzige Social Network mit 75% Marktdurchdringung!
Heute hab ich zum ersten Mal von einem ungarischen Social Network namens iWiW gehört, einer Kurzform für “International Who is Who”. Die Seite hat offensichtlich rund 2,6 Millionen Nutzer, obwohl insgesamt nur rund 3,5 Millionen Ungarn online sind. Das ist eine unglaubliche Marktdurchdringung von fast 75%!StudiVZ mit 3 oder XING mit 4 Millionen von 50 Millionen Internetnutzern in Deutschland (also 6-8 % Marktdurchdringung) sind verglichen mit iwiw blutige Anfänger. Und selbst facebook und bebo knacken diese Raten nichtmal in den USA. Offensichtlich sind fast alle Nutzer von iwiw soagr mit ihren echten Namen angemeldet, also kein nick-name-network wie myspace.Ein ungarischer Freund von mir meint “wenn ein Ungar zum ersten Mal einen Computer mit Internetverbindung verwendet, dann um zu iwiw zu gehen und sich dort zu registrieren”. Also offensichtlich sind sogar Ungarn dort registriert, die eigentlich gar keinen Internetanschluss haben!Das Wachstum der Seite war boomartig. Vor gut einem Jahr (Juli 2006) noch 1 Millionen Nutzer, in 6 Monaten um 50% auf 1,5 Mio registrierte Nutzer gestiegen und nochmal über 70% in den nächsten 10 Monaten.Im letzten Jahr wurde die Plattform übrigens für fast 5 Millionen US Dollar von der Magyar Telekom (Tochter der deutschen Telekom) gekauft. Trotz leichtem Reputationsschaden scheint IWIW immernoch die heisseste Seite im ungarischen Internet und wahrscheinlich das Social Network mit der höchsten Marktdurchdringung weltweit zu sein.



