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Man kann Google mögen oder nicht, es bleibt die größte Suchmaschine unserer Zeit. Und wer sich interessiert was hinter der weissen Startseite vor sich geht oder wer sogar beruflich damit zu tun hat – irgendwo im Online Bereich oder expliziter mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) – der sollte sich Google Insights ansehen. Es ist ein weiterer Versuch die Datenmassen über Suchanfragen ein wenig transparent zu machen, ohne dabei wesentliche Geschäftsgeheimnisse zu offenbaren.

Wer Google Trends kennt, wird sich bei Insights zu Hause fühlen. Die beiden Dienste sind so ähnlich, dass manche sich sogar fragen, wieso man sie nicht integriert hat. Einer der Hauptschwachstellen von Trends aus meiner Perspektive war immer,
dass es nie eine aktuelle Top-Suchwort-Liste aus Deutschland gab. Die wichtigsten aktuellen Suchbegriffe der USA ist schön und gut, aber Europa tickt anders. Das ist nur eine der Möglichkeiten wie man Google Insights verwenden kann, die häufigsten Suchanfragen aus Deutschland in den letzten 30 oder 90 Tage aufzulisten.

Generell kann man die Suchhäufigkeit unterschiedlicher Begriffe, Regionen oder Zeitspannen miteinander vergleichen und bekommt neben einem netten Graphen, auch die bekannten Heatmap-Weltkarten. Als Prognose-Tools gibts die am schnellsten wachsenden Suchanfragen und die am schnellsten wachsenden Suchanfragen im Zusammenhang mit bestimmten Begriffen.

Interessant übrigens, dass in den deutschen Top 10 der Suchworte mit zwei oder drei Ausnahmen nur Internetdienste vertreten sind. Ob das darauf schließen lässt, dass Leute in ihrem Browser das Suchfeld mit dem Adressfeld verwechseln oder sind sie “nur” zu faul Punkte und Domains zu tippen…

Schade, dass es wieder nur eine Top 10 gibt, und nicht den viel interessanteren Longtail an Suchbegriffen. Die Kategorien sind ein guter Ansatz, man kann also zum Beispiel nach den Top 10 im Bereich “Kochen” oder “Mobilfunk” suchen… allerdings hat man dann immer nur Kategorie-relative Ergebnisse (ohne zu wissen wie “groß” die Kategorie im Verhältnis zu den Gesamtsuchanfragen ist).

Absolute Zahlen gibt es sowieso nirgends, aber das wäre vielleicht auch etwas zu viel verlangt von einem börsennotierten Unternehmen.

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