Alexa ist eine der wenigen öffentlichen Datenquellen für geschätzte Nutzerzahlen von Webseiten im internationalen Vergleich (in Deutschland liefert die ivw online solide Zahlen). Jetzt hat sie die Berechnung der Nutzerzahlen grundlegend überarbeitet. Die zwei Hauptänderungen scheinen folgende zu sein:
- Anstatt bisher hauptsächlich auf den Daten von Toolbar-Nutzern zu beruhen, bezieht man sich jetzt auf “mehrere Quellen” (ohne zu sagen welche).
- Und man “normalisiert” die Gesamtzahlen, versucht also die Schwankungen der gesamten Internetnutzung (insbesondere bei den Graphen) herauszurechnen und sich auf die relativen Änderungen zu fokussieren.
Alexa ist die wohl größte Seite zur Abschätzung von Nutzerzahlen beliebiger Internetseiten und gehört mittlerweile zu Amazon. Bereits in den 90ern gegründet, hatte man die Idee anhand einer Browser-”Toolbar”, ein Panel zur Messung des “Traffic” (also der Nutzerzahlen) beliebiger Internetseiten aufzubauen. Als weder quotiertes noch Zufallspanel wurde die Qualität der Zahlen regelmäßig kritisiert, insbesondere Verzerrungen durch überdurchschnittlich viele amerikanische Nutzer der Toolbar, die europäische Webseiten benachteiligten.Eine gute ausführlichere Analyse der Unterschiede hat Andreas Hoffmann vom Berliner “searchLab” anhand seiner Zahlen gemacht. Unglücklicherweise kann man die alten Alexa-Werte ja nicht online einsehen, also auch nur schwer alt und neu vergleichen.




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