Archiv des Monats August, 2007
Suchgeschichten
Wahrscheinlich kennen die meisten von euch Google Trends. Ich habs jetzt mal herangezogen um einige der im ersten Post spontan definierten Themen dieses Blogs gegeneinander zu testen.
Nach internet und mac, wohl die universalsten und multilingualsten Suchbegriffe, kommt Technik an erster Stelle. Politik kann nur bei der Nachrichtensuche (unteres kleines Fenster) oder im Wahlkampf (siehe Herbst 2005) punkten und Österreicher sind offenbar keine solchen Technik-Geeks wie wir Deutschen, sondern eher Unternehmer. Soziale Themen sind leider weniger populär und das Wort Technik funktioniert offenbar auch auf Polnisch und Tschechisch…
Welches ist euer Lieblingssuchwort, Lieblingstag oder Lieblingsthema?
Zum Fahren laufen lassen
Eine herrliche Idee, die ich leider noch nicht ausprobieren konnte… Saatchi & Saatchi hat für ein Frankfurter Taxiunternehmen ein per Pissoir gesteuertes Autorennen entwickelt. Sieht spaßig aus, aber ist noch nicht nach London vorgedrungen. Seht selbst:
via adsoftheworld
iBackup – einfach Daten sichern am Mac
Seit Wochen lamentiere ich über meinen erlangsamten G4 und liebäugel mit MacBooks oder den neuen iMacs… Aber bevor ich meinem kleinen (12″) langjährigen Weggefährten ausrangiere wollte ich ihm nochmal eine Chance geben und Tiger neu installieren.
Für die sowieso lang überfällige Datensicherung hab ich ein super Programm gefunden, iBackup von einem Schweizer namens Martin. einfach zu bedienen und es hat zuverlässig alles wiederhergestellt um was ich so bange bei einer Neuinstallation: Meinen Emailclient (mail.app) mit allen Konten, Einstellungen und Emails; mein Firefox mit Lesezeichen, plugins, Passwörtern (ja ich weiss PW speichern is unsicher); mein Adressbuch, iCal, den Feedreader Vienna, iTunes, und so weiter.
Und das alles kostenlos. War ernsthaft überzeugt und hab sogar überlegt Geld an den Entwickler zu spenden. Erstmal hier ein großes Dankeschön.
Computer und Strom
Ja, die brauchen tatsächlich Strom. Monitore, Festplatten, Prozessoren… je schneller, desto wärmer und desto höher der Energieverbrauch und des höher der “carbon footprint“.
Dass man mit schwarzen Suchmaschinen Strom, Geld und CO2-Ausstoss sparen kann (wenn auch wenig) hat Blackle vorgemacht und meine facebook homies mögen das ja schon mitbekommen haben. Der neulich entlarvte Fake-Steve der ja über Monate die gesamte Tech-Gemeinde der USA (und darüber hinaus) unterhalten hat bringt jetzt Windows Vista mit dem Treibhauseffekt in Verbindung…
Ja, je mehr Rechenleistung, desto mehr Stromverbrauch, desto umweltschädlicher. Ein netter Gedanke, wenn auch in diesem Fall vielleicht etwas weit hergeholt.
Meine Netzperlen von 06. Aug 2007 bis 09. Aug 2007
These are my links for 06. Aug 2007 through 09. Aug 2007:
- Social Innovation Conversations: Paul Lamb - Technology is changing the game for organizations in the social space. In this interview with John Powers, nonprofit technology consultant Paul Lamb explores how the web is already transforming nonprofits and NGOs, and looks ahead to the potential that ub
- Verwandt.de: German Geni Clone - Der kontroverse Beitrag um verwandt.de und wie viel hier in Deutschland geklont wird… Insbesondere die Diskussion ist teilweise etwas aus dem Ruder gelaufen.
- Netzstimmen - Interessanter Blog, hier zum Beispiel ein Interview mit Ossi Urchs. Lest ruhig mal rein.
- Wordpress Themes (3columns) - Dreispaltige Wordpress Themes… wie immer gibts da Design-maessig Licht und Schatten…
- WebSnapr - Website Thumbnails For Your Site - Vielleicht werd ich das mal auf dem Blog ausprobieren. Und möglicherweise ist das auch eine Lösung für die ? potentiell gefährlichen ? hotlinks…
- Estimating Linguistic Diversity on the Internet: A Taxonomy to Avoid Pitfalls and Paradoxes - Estimating Linguistic Diversity on the Internet: A Taxonomy to Avoid Pitfalls and Paradoxes Peter Gerrand Spanish/Catalan/Galician and Media Studies La Trobe University & Faculty of Engineering University of Melbourne
Funkyzeit mit… Prince
Der Mensch hat den Funk im Blut und die Gänsehaut in der Stimme. Der mit seinem Label zerstrittene Superstar spielt 21 Nächte in London im ehemaligen Millenium Dome. Ich war vorgestern mit Johannes und 20 000 anderen in der von Richard Rogers gebauten Superhalle.
Ein Bombenerlebnis, ohne Frage und jeden der 45 Euro wert, die es gekostet hat. Alle Hits von Controversy über Purple Rain bis Kiss, in perfekter Choreografie, mit unglaublicher Theatralik und begeisternden Improvisationen. Zwei Stunden Unterhaltung. Interessant auch, dass es das neue Album kostenlos auf CD dazu gab, aber es is ja sogar im Netz erhältlich, glaub ich.
Nur der Rückweg war etwas ungemütlich… erst mit dem Rad durch einen Autobahntunnel (nachts die einzige Verbindung unter der Themse durch) und dann auch noch strömender Regen…
Wenn ihr auch Fans von Sacha Cohen seid, kommt euch der Titel vielleicht bekannt vor.
“Social Networking” in verständlichem Englisch
Ein sypathisches Paerchen aus Seattle macht kurze Videos die web 2.0 Begriffe einfach erklaren. Leider alles auf englisch…
Auch zu finden bei Alberto
Plaxo-Review Teil 2
Nach den Ankuendigungen der letzten Wochen hatte ich ja schon etwas mehr erwartet. Auch wenn sogar Robert Berichte von begeisterten Plaxo-Nutzern zitiert, ich kann da noch keinen richtigen Mehrwert sehen. Frueher als leicht spammiger Onlinedienst verschrien war Plaxos Staerke schon immer die Synchronisation. Das funktioniert immernoch hervorragend - ich habe das OS X plugin ausprobiert - nur das gibts inzwischen bei vielen anderen Seiten (XING, LinkedIn) auch. Neben Kalender und Adressbuch, Aufgaben und Visitenkarten (was man ja alles schon in mehrfacher Ausfuehrung an verschiedenen Stellen online und offline hat) versucht Plaxo ja nun Netzwerke zu vernetzen. Diese groesste Neuerung heisst “Pulse”.
Was Pulse macht: Die Seite versucht sozusagen deinen Online-Footprint im Netz zu erfassen und an deine Plaxo-Beziehungen weiterzuleiten. Die Dienste sind natuerlich noch etwas aufs “amerikanische”Netz fokussiert (bei mir funktioniert noch nicht mal mein Amazon-Wunschzettel, obwohl man doch denkt das ist ein internationales Unternehmen), aber das kann ja noch kommen. Die Benutzeroberflaeche gibts immerhin auch schon auf deutsch (siehe Kommentare).
Was Pulse nicht macht: Pulse verteilt meine Informationen nicht an andere Netzwerke weiter. Bisher gelingt per RSS und API der Zugriff auf manche anderen Netzwerke und die Informatinonen von dort koennen zu Plaxo geholt werden. Aber weitergeleitet werden sie von hier aus nur an meine Plaxo-Freunde - die ich nicht habe! Ich kann zwar beeinflussen welche Seite im Netz ich ansteuere, aber wo meine Freunde, Familie und Businesspartner (uebrigens eine sehr sinnvolle Unterteilung bei Plaxo) surfen muss ja deren Sache bleiben. Daher muss ich die dort erreichen wo sie sind. Und wenn die bei anderen Netzwerken sind, muss ich die News von Pulse wieder in Facebook News etc zurueckwandeln koennen.
Die Idee des Metanetzwerkes macht ja nur so richtig Sinn wenn man quasi Lese- und Schreibzugriff auf die anderen Seiten hat. Und ja, eigentlich moechte man ja sogar einen Algorithmus, der erkennt welche Freunde ich in anderen Netzwerken habe und diese automatisch auch in Plaxo zu Freunden macht. Denn das andere Hauptproblem bleibt, dass ich um Plaxo vernuenftig verwenden zu koennen alle meine Beziehungen hierher einladen und neu zu “Verbindungen” machen muss. Man braucht endlich offene Standards (da kann ich zum Beispiel Ossi nur unterstuetzen), denn ich moechte nicht jeder Internetseite aufs neue erzaehlen muessen, wer meine Freunde und Bekannte sind.
Neben den Bestrebungen vieler Netzwerke keine Informatinonen herauszulassen (Stichwort “walled garden”, und ja Phil Du hattest recht, dass fb noch unter bei plaxo pulse einzubauenden Seiten ist) sind da wohl auch noch einige technische Huerden zu ueberwinden.
Neue iMacs
Sie waren also doch echt, die beeindruckenden Fotos der neuen Tastaturen. Und ich habe letzte Woche noch eine “alte” Tastatur bestellt. Naja, ich hab dafuer noch eine Apple-Taste. Wichtigste Design-Neuerung ist der viel flacher gewordene Bildschirm jetzt aus Aluminium und Glas…
ja beim iMac beinhaltet der Bildschirm seit der letzten Generation ja auch den Rechner selbst. Da fragt man sich ob die guten alten IBM Tower, die wir in den 90ern so geliebt haben, jetzt fuer immer verschwunden sind.
Wobei wenn ich gerade so zurueckdenke faellt mir mein erster Computer ein, ein Amiga 500 irgendwann ganz zu Beginn der 90er. Damals war der eigentliche “Rechner” ja quasi auch schon versteckt, nur eben in der Tastatur. Also meiner sah damals ziemlich genau so aus. 
Zurueck zum iMac: Also, Design flacher, bisschen iPhone-like mit dem schwarzen Rand um den Bildschirm und wieder mal recht beeindruckend (wenn auch kein Quantensprung). Werd morgen mal in der Regent Street vorbeischauen… Das “kleine” Format wurde ausrangiert, ab jetzt nur noch 20″ und 24″, iLife ueberarbeitet und natuerlich immernoch kein Leopard
Der Europreis ueberrascht mal wieder mit kraeftigen Aufschlaegen. 1199 Euro (fuers Einstiegsmodell) in Deutschland? Das weiss doch sogar Yahoo, dass das eigentlich 870 Euro sein muessten. Da sollten David und Jerry ihren Kollegen im Silicon Valley aber mal auf die Finger klopfen. 330 Euro kann doch keiner mit Transportkosten, Umsatzsteuer oder sonen Sachen rechtfertigen.
Der Boden der Tatsachen
Nach Blogspielchen Spaß im Netz bin ich wieder hart in der Realität gelandet. Die Tatsache war eine Reisszwecke und sie lag irgendwo auf meiner Strecke und sie lag irgendwo auf dem Boden vor meinem Fahrradreifen…
Glücklicherweise verschenkt “Transport for London”, die Londoner Verkehrsbehörde, auf Anfrage kostenlose Fahrrad-Strassenkarten der Innenstadt auf denen auch Fahrradläden eingezeichnet sind. Da sollte sich Berlin ein Vorbild nehmen. Und während der Hinterreifen gerade repariert wird hab ich mir nen Kaffee geholt, und sitze ungefähr hier im Strassencafe in der Sonne und lese durch meine tägliche Ration Nachrichten.




