Mitmachlogos
Auf der Suche nach neuen Logos sind derzeit einige Internetdienste. Mister Wong sucht nach dem Pseudoskandal um Diskriminierung in den USA einen neuen visuellen Anker und auch Spreadshirt hat sich für ein neues Logo entschieden. Die Nachrichten sind ja von gestern, interessant ist aber der Trend zum Logowettbewerb. Von Pseudo-Trend-Anglizisten crowdsourcing genannt aber eigentlich nichts anderes als ein riesiger öffentlicher Pitch.
Man kann den Firmen ja noch nicht einmal vorwerfen sie würden nur sparen und Designer-Honorare umgehen wollen, da die Preise mit 12 000$ bei Wong (sogar beworben bei snapr, siehe Bild) und insgesamt 15 000$ bei Spreadshirt und dem Aufwand von eigens eingerichteten Webseiten auch für einen professionellen Designer gereicht hätten.
Logo 2.0
Vielmehr scheint es mehrere andere gute Gründe zu geben auf Wettbewerbe zu setzen:
- Integration und Engagement der Community
- Entsprechend große Auswahl an Logo-Vorschlägen
- PR-wirksame Aktion schon bevor das neue Logo da ist
- Mitmachseite (web 2.0) statt Betrachterseite (web 1.0)
- Abwälzen von Urheberrechtsproblemen auf die Designer
Was sind eure Erfahrungen mit Designwettbewerben? Unterstützt ihr solche Aktionen? Seid ihr Designer und bekommt lieber “normale” Aufträge oder freut ihr euch über Preistrophäen von solchen Wettbewerben im Regal? Als täglich Brot vermutlich relativ ungeeignet…




