Spotify präsentiert sich in London
Mai 14th, 2008Jon von Spotify erzählt etwas mehr über die Software und den geplanten Launch:
gefundenes und selbst gedachtes aus netzen, welten und wirklichkeiten
Jon von Spotify erzählt etwas mehr über die Software und den geplanten Launch:
Die Londoner Internetszene trifft sich auch dieses Jahr wieder bei der Internetworld 08. Eine kostenlose (!) Messe für die Internet und Technologiebranche im Konferenzzentrum im Südwesten der Stadt, nur 10 Minuten vom Kindo-Büro.
Keine Frage also, dass wir auch vorbeischauen mussten… Insbesondere nach einer mittelmäßigen Rede des LinkedIN Europachefs Kevin Eyres und leicht überteuertem Carlsberg war der Pitch von Nils und Gareth für den First Tuesday - Wettbewerb “UK’s Most Promising Internet Company 2008″ eine richtige Erfrischung! Kindo auf der Bühne des “Keynote Theatre”
Mit einer feinen und interaktiven Präsentation war Kindo beim letzten Mini-Barcamp (Minibar) am Freitag in Ost-London (Shoreditch) vertreten. Neben Red Stripe gab es sehr gutes Feedback und interessante Kontake.
Die von dem Deutschen Christian Ahlert von openbusiness organisierte Veranstaltung ist in den letzten Monaten von einigen Dutzend auf knapp 300 Besucher angewachsen alle aus dem Londoner Internet und Technologie-Branche. Hat uns sehr gefreut Kindo auf dieser sehr inspirierenden Veranstaltung kurz vorzustellen.
Die Folien meiner kleinen Kindo Präsentation gibts jedenfalls hier (leider ohne unsere Stimmen):
Man erinnert sich noch an die erste CD: wow, keinen Bandsalat mehr, das Ende der Kassetten. Und an die letzte: wow, keine CD mehr in den Player schieben, alles digitalisiert, einfach iTunes auf und play drücken. Und jetzt Spotify - iTunes ohne eigene Musiksammlung, sondern mit riesigem Musikarchiv im Netz: wow, kein Sammeln mehr nötig, nur noch spielen.Â
Mein Kollege Martin hat mir Spotify gezeigt und mir über seinem Freund Andreas, der dort CTO ist, eine Betaeinladung zukommen lassen. Eine kleines Programm, kurz installiert und los geht die Musik. Mit einem Klick Musik hören nach Musikstil, personalisiert über Playlisten oder Suchen nach speziellen Liedern… Wem Pandora schon gefallen hat, der wird Spotify lieben. Spotify ist quasi “unlimited iTunes Store”, vermutlich werbefinanziert und daher möglicherweise kostenlos (jetzt in der Betaphase sowieso). Das hört sich für mich ziemlich nach der Zukunft an.
Ja, Musik sammeln macht Spaß und süchtig. Aber die Sammlung pflegen kostet Zeit, Geld und Nerven. Und eigentlich will man nur Musik hören.
Für mich ist der Zeitpunkt noch nicht gekommen, wo ich mich von meiner Musiksammlung gänzlich verabschieden kann. Dazu ist auch das Internet noch nicht ubiquitär genug. Spotify funktioniert natürlich nur mit Internetverbindung, erst Laptops mit eingebautem UMTS oder ähnlichem Breitbandinternet würde Musik bei Spotify also gleich gut verfügbar machen wie die eigene Musiksammlung… Aber zu Hause oder im Büro ist das kein Problem.
Eine ausführliche Beschreibung von Spotify gibts auch bei Martin von zweinull, einen guten Überblick über andere neue Alternativen im Musikbereich bei Markus von Kosmar.
Ich wünsche den Jungs aus Stockholm (die vorher übrigens erfolgreich Tradedoubler gegründet, groß gemacht und verkauft haben) jedenfalls viel Erfolg bei den Verhandlungen mit der Musikindustrie. Auf dass es schnell geht, dieser neue Weg der Verbreitung von Musik erfolgreich wird und Musik weiter demokratisiert.
Alexa ist eine der wenigen öffentlichen Datenquellen für geschätzte Nutzerzahlen von Webseiten im internationalen Vergleich (in Deutschland liefert die ivw online solide Zahlen). Jetzt hat sie die Berechnung der Nutzerzahlen grundlegend überarbeitet. Die zwei Hauptänderungen scheinen folgende zu sein:
Alexa ist die wohl größte Seite zur Abschätzung von Nutzerzahlen beliebiger Internetseiten und gehört mittlerweile zu Amazon. Bereits in den 90ern gegründet, hatte man die Idee anhand einer Browser-”Toolbar”, ein Panel zur Messung des “Traffic” (also der Nutzerzahlen) beliebiger Internetseiten aufzubauen. Als weder quotiertes noch Zufallspanel wurde die Qualität der Zahlen regelmäßig kritisiert, insbesondere Verzerrungen durch überdurchschnittlich viele amerikanische Nutzer der Toolbar, die europäische Webseiten benachteiligten.Eine gute ausführlichere Analyse der Unterschiede hat Andreas Hoffmann vom Berliner “searchLab” anhand seiner Zahlen gemacht. Unglücklicherweise kann man die alten Alexa-Werte ja nicht online einsehen, also auch nur schwer alt und neu vergleichen.Â
Beim Treffen der London Blogger Gruppe von Meetup hat letzte Woche ein Anwalt ne kurze Präsentation über die rechtliche Situation von Bloggern gehalten. Manche der Themen beziehen sind auf Britisches Recht, die grundsätzliche Erkenntnis ist allerdings, dass ich theoretisch überall dort verklagt werden könnte, wo Leute meinen Blog lesen und dann würde wahrscheinlich lokales Recht gelten.Die Präsentation ist jedenfalls interessant, nicht nur aber auch im Hinblick der Klage von Callactive und Niggemeier. Also schaut mal bei Slideshare rein: Â
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Â
Wie Schade, dass es sowas nur einmal im Jahr gibt…
Für die CeBIT hatte ich ja einen kleinen Vortrag zu diesem Thema vorbereitet, vielleicht werd ich in den nächsten Wochen da das ein oder andere daraus hier reinstellen. Interessanter Case ist das chinesische Social Network QQ.com, das in 2007 offenbar mehr als viermal so viel Umsatz wie facebook gemacht hat. Das erstaunliche daran ist, dass die Seite nur den kleinsten Teil – etwa 13% – des Umsatzes durch Werbung gemacht hat. Der größte Teil sind “virtual goods”, also ganz ähnlich wie das Koreanische Netzwerk Cyworld, das sehr erfolgreich Bilder, virtuelle Möbel und sonstigen digitalen krimskrams für die virtuellen Zimmer seiner Nutzer verkauft.Die Frage ist: Kann man auch Europäern und Amerikanern sowas verkaufen? Oder is das ein Spleen, der bevorzugt in asiatischen Kulturen anzutreffen ist
Sehr gespannt ob facebook, myspace und die anderen sich in diese Richtung etwas einfallen lassen…
These are my links for 26. Feb 2008 through 14. Mrz 2008:
Mehrere Studien sind in der letzten Zeit zu dem Ergebnis gekommen, dass klassische Werbeagenturen zwar viel über web2.0 reden können, aber sich noch nicht so richtig gut mit social media auskennen.
Cymfony, eine Agentur von TNS, hat eine Studie veröffentlicht die in die gleiche Richtung weist wie Forrester oder die Diskussionen in Fachmedien (z.B.: Adweek) oder sehr schön auch ein Vortrag zum Ende der werblichen Sprachlosigkeit von Brandmeyer (pdf).
via kakoii