Man kann Google mögen oder nicht, es bleibt die größte Suchmaschine unserer Zeit. Und wer sich interessiert was hinter der weissen Startseite vor sich geht oder wer sogar beruflich damit zu tun hat – irgendwo im Online Bereich oder expliziter mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) – der sollte sich Google Insights ansehen. Es ist ein weiterer Versuch die Datenmassen über Suchanfragen ein wenig transparent zu machen, ohne dabei wesentliche Geschäftsgeheimnisse zu offenbaren.
Wenn ihr euer Schulfranzösisch testen wollt oder sowieso fließend sprecht…. Da kann ich Euch Laurent’s Blog empfehlen, der mich neulich etwas über Web2.0 in Deutschland ausgefragt hat.
Laurent ist Stratege bei Ogilvy in Paris, aber auch großartiger Fotograf… lasst Euch also auch die Fotos des “Staubprojekt” nicht entgehen.
These are my links for 17. Mrz 2008 through 29. Jul 2008:
CharacterPal - Widgets - Taco Widgets - Dauernd brauch ich das £-Zeichen und nie wusste ich woher… Meisten hab ich gegoogelt und dan copy/paste. Da ist dieses Widget viel praktischer!
iTunes Live: London Festival ?08 ? Home - Für alle die in London leben oder in den nächsten Wochen hier zu Besuch sind: Das “iTunes festival” is meist ganz cool… und wenn man Glück hat kriegt man Karten umsonst.
Cool features from Truphone for WIFI Mobile Phones - Eine “offene” VoIP Firma für wifi-Handys. Leider noch keinen Client fürs iPhone, der englische Ex-Spion James hat uns aber persönlich versprochen, dass das bald kommt.
Die indische Mobiltechnologie Firma VNL hat laut Spiegel online einen extrem cleveren Mobilfunkmasten vorgestellt, der neue Märkte am “unteren Ende der (ökonomischen) Pyramide” erschließen wird. Der Mast kann rein mit Solarenergie betrieben werden (braucht also kein Stromnetz), benötigt kein spezielles Werkzeug zum Aufbauen, funktioniert ohne Anschluss ans Telefonnetz (kann sich über Nachbarmasten mit dem Festnetz verbinden) und kostet nur 3500 $ statt den üblichen 20 000 $.
Interessant ist das Produkt aber vor allem, weil es eine technische Innovation zur Erschließung von neuen Märkten ist; und zwar riesigen Märkten, mit geringer Kaufkraft pro Person. Es ist ein Musterbeispiel von Prahalad’s Theorie vom “Unteren Ende der Pyramide”, dem “Fundament der Pyramide” oder im Original dem “Bottom of the Pyramid”, auch als “BOP” abgekürzt. Sie ist in Deutschland leider nicht sehr verbreitet, insbesondere nicht im Management, was vielleicht ein Grund ist wieso nur so wenige deutsche Firmen in Endverbrauchermärkten von Entwicklungsländern besonders erfolgreich sind. Informationen auf Deutsch gibts unter anderem bei 12manage.
Zusammen mit dem Handy für 15 Euro könnte es endlich helfen die gigantischen ländlichen Märkte zum Beispiel in Indien – mit schlechtester Infrastruktur, kein Strom, kein Telefon, keine befestigten Straßen – für Mobilfunk zu erschließen. Das kann dann selbst bei Mobilfunkumsätzen von 2$ pro Person (wie hoch war nochmal meine letzte Handyrechnung…) noch profitabel sein. Neben dem ökonomischen Wert für Hardwarehersteller und Mobilfunkunternehmen wäre das natürlich ein immenser Gewinn an Lebensqualität für die ländliche Bevölkerung.
Das Schaubild stammt übrigens vom telecoms-Blog.
Auch wenn sich dieser Blog vorrangig um Internet-Technologie, Innovation und hin und wieder wirtschaftliche oder soziale Themen dreht, hier mach ich ne Ausnahme. Auf einer grandiosen Rucksackreise von Quito im Norden von Ecuador bis nach Santiago de Chile haben wir so einige Hügel überwunden und zahllose Fotos gemacht. Einige davon muss ich einfach hier einstellen (noch ein paar mehr nach dem Knick), in guter Tradition meines früheren Indienblogs.
In den nächsten Tagen sollten hier einige der vielen weiteren halbfertigen Blogposts live gehen. Bis dahin gibts hin und wieder Neues bei Twitter, Facebook oder Skype.
Ursprünglich wollte ich mich hier beim Barcamp Bodensee der Session von Roland zur Internationalisierung anschließen, mich interessieren allerdings eher internationale Webseiten, sein Fokus war auf der Zusammenarbeit in internationalen Teams.
Gleich um 11 heute morgen war ich daher etwas überrascht, dass so viele Leute interessiert waren… der “maximal 15 Leute” Raum 4 war wohl mit mindestens doppelt so vielen gefüllt.
Gut zu hören, dass andere Projekte ähnliche Internationalisierungsprobleme hatten wie wir mit kindo. Und hat mich gefreut von mehreren Leuten zu hören, dass Euch die Session was gebracht hat. Für mich wars auch interessant.
Danke fürs kommen und zum rekapitulieren hier die Folien. (Für Leute die nich dabei waren wohl nur weniger interessant, viel Content war nur gesprochen.)
Cooler erster Tag… gutes Frühstück in der beeindruckenden Umgebung am See, nette Einführung, Finanzierung von Startups, die Zukunft von Blogs (mit Oliver Gassner und Robert Basic, siehe Foto), Automatisierung in der Softwareentwicklung, virtuelle Güter, Fußball-Länderspiel auf Großleinwand und viel Zwischendurch und Drumrum.
Morgen würde ich gerne noch bisschen über die Internationalisierung von Webdiensten reden! Hoffe da findet sich ne spannende Gruppe und einige gute Erfahrungsberichte dazu.
Inzwischen schon in Friedrichshafen gelandet freue ich mich auf mein erstes Barcamp in Deutschland. 180 Leute haben zugesagt und ich hoffe auf spannende Themen, interessante Diskussionen und neue Kontakte.
Wer noch kurzfristig vorbeikommen will, nur zu. Hier gibts alle weiteren Infos zum bcbs.
Eine meiner Lieblingsinternetseiten in letzter Zeit ist TED.com, eine Konferenzreihe über “Technology, Entertainment, Design” mit erstklassigen Rednern zu unterschiedlichsten Themen, und alle Vorträge online unter Creative Commons Lizenz.
Dieses Wochenende ist mir dieser Minivortrag über das US-amerikanische Mediensystem in die Hände gefallen, inklusive einer Weltkarte mit der Verteilung der Berichterstattung nach Ursprungsländern in den großen US Medien. Unglaublich wie US-fokussiert die Nachrichten dort sind, und wie sehr der Irak alles außerhalb den USA dominiert. Europa existiert fast überhaupt nicht, ganz zu schweigen von Indien, China oder Russland. Die Umfrageergebnisse die Alisa Miller präsentiert scheinen darauf hinzudeuten, dass ein gewisses Interesse “der Amerikaner” für internationales Geschehen durchaus vorhanden ist, oder sogar wächst.
Weiss jemand ob es ähnliche Karten der Berichterstattung in deutschen Medien gibt? Ich vermute mal dass es da gar nicht so viel besser aussieht…
Weitere vorsichtige Schritte nach vorne für die rückwärtsgewandte und verklagungsfokussierte Musikindustrie: Nach iTunes im letzten Jahr schafft nun auch Napster seinen proprietären Kopierschutz (DRM) ab, der die dort heruntergeladene Musik auf spezielle Abspielgeräte begrenzt und vor dem unbegrenzten kopieren schützen sollte. Das jedenfalls berichten Gizmodo und USAtoday. Zwar hofft man wohl in erster Linie darauf einige der Millionen von iPod-Nutzern zum Umstieg von iTunes bewegen zu können (was bisher durch das DRM verhindert wird), aber offenbar spielt auch ein langsames Umdenken der Verantwortlichen eine Rolle.
Die Details zeigen, dass man noch weit davon entfernt ist illegale downloads durch vernünftige eigene Angebote überflüssig zu machen: Die Musik-Flatrate wird weiterhin kopiergeschützt bleiben, was noch nach zu vollziehen sein mag. Aber die Preise für den Download der MP3s (ab 1€ pro Song, 10€ pro Album) sind auf einem Niveau, das man auch als eine Beleidigung für die ökonomische Intelligenz von Musikfans bezeichnen kann. Das mag mit Teilen der Mac-nutzenden Oberschicht funktionieren, aber auch iTunes wird es so schwer haben den geizgeilen Mainstream oder Studenten zu überzeugen.
Keine Margen für Einzelhändler, keine Produktion von CDs, Hüllen und Booklets, keine Verpackung… Musikhörer sind garantiert bereit die pro Lied minimalen Lizenzgebühren an Musiker zu bezahlen und sogar einen fairen Aufpreis für die Marketingmaschinerie der Labels. Die Musikindustrie wird nicht drumrum kommen ihre Preispolitik genauso wie ihre Kostenstrukturen mittelfristing denen der Onlineindustrie anzunähern. Oder gleich den Schritt vom Download zum Streaming machen (a la Spotify) der DRM ebenfalls überflüssig macht – naja das wäre innovationstechnisch dann doch etwas zu viel verlangt.